
Praxisbeispiel: Einspar-Contracting Bundesanstalt für Straßenwesen in Bergisch Gladbach
Auftraggeber:
Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
Brüderstraße 53, 51427 Bergisch Gladbach
Ansprechpartner: Erich Scheuch (Technischer Leiter)
Tel. 02204 / 43-277
E-Mail: scheuch@bast.de
http://www.bast.de
Contractor:
WISAG Energiemanagement GmbH & Co. KG (ehemals ABB Gebäudetechnik GmbH)
Zollhausstraße 95, 90469 Nürnberg
Ansprechpartner: Frank Rotter (Vertriebsleiter)
Tel.: 0173 / 38 38 300
E-Mail: frank.rotter@wisag.de
http://www.einspar-contracting.de
Projektbeschreibung:
Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ist ein technisch-wissenschaftliches Institut des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) im Bereich des Straßenwesens. Sie gibt dem Ministerium in technischen und verkehrspolitischen Fragen wissenschaftlich gestützte Entscheidungshilfen und wirkt maßgeblich bei der Ausarbeitung von Vorschriften und Normen mit. Auf ihren Testanlagen und bei Themen von besonderer Bedeutung leistet die BASt eigene Forschungsarbeit.
In der BASt sind ca. 400 Bedienstete beschäftigt. Die Bundesanstalt besteht aus 5 Bürogebäuden, 2 Hallenkomplexen und einer Halle für fahrtechnische Versuche.
Die Liegenschaft der BASt wurde als Einspar-Contracting-Projekt europaweit ausgeschrieben mit dem Ziel, die hohen Energiekosten nachhaltig zu senken. Die Contracting-Ausschreibung erfolgte durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen in Köln. Im Ergebnis der Ausschreibung wurde WISAG Energiemanagement als wirtschaftlichster Bieter identifiziert.
Vertragsabschluss/-laufzeit:
- Abschluss Erfolgsgarantie-Vertrag: 03.04.2007
- Erarbeitung und Abstimmung Feinanalyse:
April 2007 – August 2007
- Freigabe Feinanalys /Auftrag zur Umsetzung der baulichen Maßnahmen: 15.10.2007
- Ausführung der technischen Maßnahmen:
Oktober 2007 – Mai 2008
- Hauptleistungsphase (Garantiephase):
01.05.2008 – 30.04.2018 (10 Jahre)
Energietechnische Ausstattung:
- Die Wärmeversorgung der Liegenschaft erfolgt zentral aus einem Heizhaus über ein umfangreiches Nahwärmenetz. Die Wärmeerzeugungsanlage bestand vor der Sanierung aus 3 Erdgas-NT-Heizkesseln mit Abgaswärmetauschern mit einer thermischen Leistung von je 1.450 kW (Baujahr: 1981).
- Die Trinkwarmwasserbereitung erfolgte ganzjährig über das Nahwärmenetz mittels Pumpenwarmwasser über dezentral installierter Speicherwassererwärmer bzw. Durchlauferhitzer.
Durchgeführte Einsparmaßnahmen:
- Errichtung eines gasmotorischen BHKW (230 kWel) inkl. Pufferspeicherbatterie (15 m³)
- Installation eines Erdgas-Niedertemperatur-Heizkessels mit nachgeschaltetem Abgaswärmetauscher mit Brennwertnutzung (1.900 kW)
- Stilllegung des zentralen Heizungsnetzes für die Trinkwarmwasserbereitung im Sommer und Umrüstung auf dezentrale Versorgung
- Austausch von ungeregelten Heizungspumpen gegen drehzahlgeregelte Hocheffizienzpumpen in diversen Heizungsunterverteilungen
- RLT-Anlagen: Einsatz von Frequenzumformern und Luftqualitätsfühlern zur drehzahlvariablen Fahrweise von Ventilatoren und Anpassung der Luftmengen an den Bedarf
- Klimakälte: Montage von drehzahlgeregelten Kaltwasserpumpen sowie von Kaltwasser-Mischventilen zur Betriebsoptimierung und Anpassung der Kaltwassermengen bzw. -temperaturen an den Bedarf
- Rückkühlung der Kälteanlagen: Anpassung der Betriebszeiten des Nasskühlturms an den tatsächlichen Bedarf
- Umbau von 22 zweiflammigen Leuchten (Einsatz von energieeffizienten T5-Leuchtmitteln und elektronischen Vorschaltgeräten).
- Einsatz von DDC-Regelung für alle Neuanlagen und Anbindung an das vorhandene Gebäudeautomationssystem
- Implementierung eines Energiecontrollingsystems mit Fernauslesung und automatisierter Verarbeitung der Verbrauchswerte
Wirtschaftliche Projekteckdaten:
- Erstinvestitionen in energiesparende Maßnahmen inkl. Planungskosten: 715.000 EUR netto
- Baseline der Energiekosten (2004): 526.000 Euro/a
- Garantierte Energiekosteneinsparung:
169.227 EUR/a netto (32,2 % der Baseline)
- Statische Amortisationszeit: 4,2 Jahre
- CO2-Einsparungen: ca. 900 Tonnen pro Jahr (26,9%)
Wirtschaftliche Projekteckdaten:
- Im Rahmen des Einspar-Contractings wurde die Heizzentrale im laufenden Betrieb umgerüstet und das Blockheizkraftwerk sowie der neue Heizkessels installiert.
- Durch die nunmehr gegebene Möglichkeit, Trinkwarmwasser dezentral zu erzeugen, kann in den Sommermonaten unter Berücksichtigung der jeweiligen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen flexibel zwischen Weiterbetrieb des Nahwärmenetzes und des Blockheizkraftwerks sowie Abschaltung des Nahwärmenetzes und dezentraler Trinkwarmwasserbereitung wirtschaftlich optimiert werden.
Weitere Informationen:

WISAG Energiemanagement GmbH & Co. KG
Frank Rotter
Zollhausstraße 95
90469 Nürnberg
Tel.: (0911) 81294 - 4964
Fax: (0911) 81294 - 4958
E-Mail: frank.rotter@wisag.de
www.wisag.de